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Berggold – primäre Goldvorkommen rund um den Globus

Berggold ist ein Begriff, der dem Ottonormal-Verbraucher nur wenig sagen wird. Und trotzdem weckt er eine gewisse Vorstellung – an Abenteuer, dunkle Schächte und funkelnde Goldadern. Auch wenn viel davon eher in die romantische Vorstellung vom Wilden Westen passt, ganz falsch liegt der Gedanke an den Bergbau nicht. Denn Berggold bezieht sich auf besondere Lagerstätten-Typen des Edelmetalls. Allerdings wird kaum ein Geologe im Alltag den Begriff Berggold verwenden.

Stattdessen wird in den Geowissenschaften von den primären Lagerstätten gesprochen. Was unterscheidet das primäre vom sekundären Goldvorkommen? Im Gegensatz zur primären Lagerstätte, dem Berggold, entsteht das sekundäre Vorkommen durch die Verwitterung von goldhaltigen Erzen und der Anreicherung der Verwitterungsprodukte als Seifenvorkommen. In der primären Lagerstätte entsteht das Gold dagegen vor Ort durch Fällungsreaktionen aus hydrothermalen Fluiden, die das Gestein durchdringen und dabei die gelösten Elemente verlieren.

Ist Berggold gleich Berggold?

Gold in Form von Anlagemünzen oder Barren sieht man die Herkunft nicht an. Trotzdem: Berggold ist nicht gleich Berggold – zumindest aus geologischer Sicht. Denn es gibt verschiedene primäre Lagerstätten-Typen, in denen Gold entsteht. Zu den wichtigsten Typen zählen nach wie vor orogene Goldlagerstätten. Letztere stehen in einem engen Zusammenhang mit Gebirgsbildungen und entwickeln sich durch die Kollision bzw. Auffaltung mariner Gesteinsschichten.

Im Zuge der Gebirgsbildung zirkulieren Fluide durch das Gestein und führen schließlich zur Bildung der Vorkommen, die teilweise sehr reich an Gold sein können. Ein weiterer Typ mit höheren Goldgehalten sind epithermale Goldlagerstätten, die entlang von Subduktionszonen entstehen. Hier kollidiert ozeanische Kruste mit kontinentalen Gesteinspaketen. Durch die wirkenden Kräfte kommen Prozesse in Gang, die schließlich zu High- bzw. Low-Sulfidation-Lagerstätten führen.

Letztere enthalten neben Gold auch nennenswerte Vorkommen an Silber, Kupfer, Antimon und Zink. In einer sehr engen Verbindung zu den epithermalen Goldlagerstätten stehen Porphyry-Komplexe, in denen Gold ebenfalls enthalten sein kann. Ein letzter Lagerstätten-Typ für Berggold wäre wären IOCG-Vorkommen. Interessant ist dieser Typ nicht etwa wegen einer überdurchschnittlich hohen sondern großen Erzmenge. Olympic Dam in Australien gilt als einer der größten Erzkomplexe weltweit.