Home Blattgold! Was ist Blattgold?

Was ist eigentlich Blattgold?

BlattgoldDie dünne Folie wird aus hoch-goldhaltigen Legierungen gefertigt und wird hauptsächlich dazu verwendet, Gegenstände zu veredeln, die nicht aus Gold hergestellt wurden. Mit Hilfe von Blattgold soll unedlen Gegenständen Glanz verleihen werden und sie aussehen lassen, wie echtes Gold. Diesen Vorgang nennt man „vergolden“.

Blattgold ist ultra-dünn. Die Folie hat einen Durchmesser von 0,1 Mikrometer, dies sind gerade einmal 100 Nanometer. Das entspricht einem Fünftel einer Licht-Wellenlänge. Scheint Licht auf einen vergoldeten Gegenstand, schimmert dieser gelbgold.

Die Herstellung übernimmt der Goldschläger

Goldankauf123Die Herstellung von Blattgold übernimmt heute der sogenannte Goldschläger, mit Hilfe eines Federhammers. Mit Hilfe des Goldschlägers kann das Blattgold in Stärken von 1.000 bis 100 Atomlagen schmal angefertigt werden. Schlägt man beispielsweise ein Gramm Gold in eine Dicke von 100 Nanometern, so ergibt dies eine Gesamtfläche von ca. 0,5 Quadratmetern.

Für die Herstellung von Blattgold wird Feingold mit anderen Zusatzstoffen geschmolzen. Für gewöhnlich nutzt man Kupfer, Silber oder Platin dafür. Je nach dem welchen Stoff man verwendet, ändert sich die Farbe des Blattgoldes. Zunächst wird das Gold in Barren gegossen. Dann wird es ausgewalzt, bis es die Dicke von Zeitungspapier hat, und in Vierecke geschnitten. Ca. 500 dieser Vierecke legt man anschließend übereinander und drückt sie in einer Quetsche fest aufeinander. Dieser Arbeitsschritt wird immer wieder wiederholt und das Gold wird sehr oft geschlagen und geschnitten. Erst wenn das Blattgold nur noch einen zehntausenstel Millimeter dick ist, ist es fertig gepresst.

Mit Blattgold "vergolden"

Mit dem Blattgold lassen sich beinahe alle Gegenstände vergolden. Dazu nutzt man verschiedene Methoden. Mit der Ölvergoldung werden Gegenstände wetterfest vergoldet. Hierfür nutzt man als Klebemittel Mixtion, ein trockenes Leinöl. Terpentinöl oder Bleiglätte. Für die Leimvergoldung nutzt man organischen Leim. Diese Vergoldung lässt sich am besten polieren.

Für Gegenstände, die in der freien Natur stehen, nutzt man das sogenannte Sturmgold. Dies ist Blattgold, das auf Seidenpapier angebracht wird. Man veredelt damit unter anderem Grabsteine und Außenwände. Das Sturmgold nennt man auch Turmgold, Transfergold oder Abziehgold.

Für Gegenstände, die nicht ständig dem Wetter ausgesetzt sind, nutzt man das Blattgold zur Verzierung. Häufig wird es für Figuren, Möbel und Bilderrahmen genutzt aber es lassen sich beinahe alle Dinge mit Blattgold verzieren. Das Vergolden mit Blattgold wird schon seit vielen Jahrhunderten praktiziert.

Blattgold in Verbindung mit Lebensmittel

Doch Blattgold wir auch in der Lebensmittelindustrie verwendet. Man findet mehrere Formen von Goldwasser, wie Danziger Goldwasser oder Schwabacher Goldwasser. Diesem Wasser wird Blattgold beigefügt, um es zu veredeln und es für den Käufer interessanter zu machen. Gesundheitlich hat Blattgold keinen Einfluss. Es ist weder gesund, noch ungesund. Der menschliche Körper verarbeitet es nicht, sondern scheidet es unverdaut wieder aus. Man nutzt es auch zur direkten Vergoldung von Speisen. Essbares Blattgold kann auf jede beliebige Speise gelegt werden, wo es völlig ohne Eigengeschmack verzehrt werden kann. Doch besonders in Sekt und Wein macht Blattgold einen ganz besonderen Eindruck. Champagner mit Blattgold ist etwas ganz Besonderes und wird immer beliebter. Doch auch Blattgold Sekt macht einen sehr guten Eindruck. Mit Blattgold lässt sich auch der menschliche Körper verzieren. Hierfür nimmt man in der Regel 22 karätiges Blattgold.

Bereits vor über 5.000 Jahren nutzten die Ägypter Blattgold, um die Sarkophage zu verzieren. Blattgold kam mit den Römern nach Europa, die damit arbeiteten. Vorerst waren nur Mönche dazu befugt, Blattgold herzustellen. Später entwickelte sich die Stadt Nürnberg zur wichtigsten Stadt der Blattgold-Herstellung.