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New York Mercantile Exchange

Wertpapiere werden an der Börse in Frankfurt, London oder Stock Exchange in New York/USA gehandelt. Wo finden aber der Handel mit den Edelmetallen und deren Preisfestsetzung statt? Eine Frage, die insbesondere Einsteigern in diese besondere Form der Kapitalanlage unter den Fingern brennt. Wie alle realen Güter und Waren werden auch Rohstoffe, zu denen die Edelmetalle gehören, an sogenannten Warenterminbörsen gehandelt.

Dabei wechselt nicht das reale Gut ähnlich dem Wochenmarkt den Besitzer, es werden oft Kontrakte zwischen den einzelnen Handelspartnern gehandelt. Der weltweit größte dieser Handelsplätze ist in New York – die New York Mercantile Exchange oder kurz NYMEX. Gehandelt werden hier unter anderem Agrarprodukte, Metalle, Erdöl. Erdgas usw. Die NYMEX ist daher ein wichtiger Marktplatz im Bereich des weltweiten Güter- und Rohstoffhandels.

Geschichte der NYMEX

Die New York Mercantile Exchange in ihrer heutigen Form existiert erst seit 1994. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde der Handel über zwei verschiedene Gesellschaften abgewickelt – die COMEX (New York Commodities Exchange) und die New York Mercantile Exchange. Eine Struktur, die sich bis heute erhalten hat.

Während über die NYMEX vor allem Benzin, Diesel, Erdöl oder Palladium sowie Platin und Uran gehandelt werden, beschränkt sich der Handel mit den Edelmetallen Gold und Silber beispielsweise auf die COMEX. Wie entstanden aber beide Handelsgesellschaften. Der Ursprung waren isolierte Handelsplätze im 19. Jahrhundert, auf denen die Händler aufeinandertrafen.

Der erste Schritt zu Gründung der New York Mercantile Exchange war ein Zusammenschluss der Milchhändler, welche die Butter and Cheese Exchange gründeten. Durch die Ausdehnung des Handelsportfolios entstand letzten Endes 1882 die NYMEX. Ähnlich die Geschichte der COMEX. Durch den Zusammenschluss mehrerer einzelner Börsen für Metalle, Seide, Felle und Kautschuk entstand im Sommer 1933 die New York Commodities Exchange.

Aufgrund der unterschiedlichen „Geschäftszweige“ erklärt sich auch die Aufteilung der Handelsgüter nach dem Zusammenschluss der beiden Warenterminbörsen im Jahr 1994. Neben dem Parketthandel, der nach wie vor an der New York Mercantile Exchange stattfindet, wird ein nicht unerheblicher Teil der Geschäfte inzwischen in elektronischer Form von 0 bis 23:15 Uhr abgewickelt.