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Ungarns Währung - Infos über den Forint

Der Name der ungarischen Währung lautet Forint. Die Währungseinheit des Forint ist dezimiert, daher setzt er sich aus 100 Untereinheiten zusammen, in diesem Fall spricht man von Fillérn. 100 Fillér sind also ein Forint. Das Wort „Fillér“ bedeutet so viel wie „Heller“. Abgekürzt wird die ungarische Währung mit den drei Buchstaben „Ft“. Der Forint besitzt derzeit kein eigenes Währungszeichen.

Geschichtliches

Als Namensgeber für das ungarische Geld stand die aus Florenz stammende Goldmünze, der „Florin Pate“, welche im 13. Jahrhundert in ganz Europa im Umlauf war. Da Ungarn bis zum 15. Jahrhundert von allen europäischen Ländern am meisten Gold förderte, gehörte seine Währung damals zu den Stärksten. Während des 18. und 19. Jahrhundert machte die Währung in Ungarn einen Wandel durch und wurde zeitweise durch die ungarische Krone, den Pengö und den Adopengö abgelöst. Der Pengö erreichte schließlich einige Berühmtheit im Guinessbuch der Weltrekorde: Seine Abwertung war so enorm, dass der Pengö zum Inflationsweltmeister gekürt wurde. Dies hatte in Ungarn zur Folge, dass die ehemalige Währung, der Forint, wieder Einzug hielt.

Während der Zeit der kommunistischen Herrschaft in Ungarn darbte die Währung vor sich hin und hatte für den Rest der Welt kaum eine Bedeutung. Erst seit der Ablösung des politischen Systems, im Jahre 1989 kann sich die ungarische Währung auf dem freien Markt entwickeln. Kein einfacher Prozess, wie sich bald herausstellte. Die Ungarn selber hatten wenig Vertrauen in ihre Währung und tauschten ihr Erspartes lieber gegen eine stabile ausländische Währung.

Ungarische Münzen

Zunächst erschienen Münzen im Wert von 2, 10 und 20 Fillér, im Jahr 1946. Es folgten 1, 2 und 5 Forint-Münzen. Ein Jahr später kamen noch 5 und 50 Fillér hinzu. Heute sind sie wegen ihrer schwachen Kaufkraft nicht mehr im Verkehr. Ebenfalls sind die Ein- und Zwei-Forint-Stücke vor wenigen Jahren vollständig dem Umlauf entzogen worden. Die Fillér-Münzen der ungarischen Währung bestanden aus einer Kupfer-Legierung, der Forint wurde aus Aluminium angefertigt. Silberne Ausgaben wurden bis in das Jahr 1947 geprägt und herausgegeben, dann wurde ihre Produktion eingestellt.

Gedenkmünzen

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden einige Gedenkmünzen geprägt. Die meisten davon enthalten einen hohen Anteil an Silber oder Gold.Im Jahr 1948 erschien eine Serie von Gedenkmünzen anlässlich der 100. Jahreswende des Freiheitskrieges und der Revolution (1848-1848). Diese Münzen wurden von József Reményi entworfen und zeigen das Bildnis des Sándor Petofi, sowie den Schriftzug: „Wir schwören, wir schwören!“

Ungarische Scheine

Seit dem Jahr 1997 sind die folgenden Banknoten im Umlauf: 200, 500, 1000, 2000, 5000, 10000 und 20000 Forint-Scheine. Bis zu diesem Datum waren auch die kleineren 10, 20, 50 und 100 Forint-Noten im Gebrauch, sie wurden jedoch nach und nach aus dem Verkehr gezogen. Kleinere Preise wurden im Warenhandel einfach aufgerundet.

Die Zukunft des Forint

Da Ungarn zur Europäischen Union beigetreten ist, hat es sich auch dazu verpflichtet, den Euro als Landeswährung einzuführen. Die Staatsverschuldung des Landes und die Inflation ist jedoch so hoch, dass Ungarn große Probleme mit der Euroeinführung hat. Das Haushaltsdefizit des Landes ist so groß, dass es die Konvergenzkriterien nicht erfüllen kann. Allerdings verfolgt das Land seit einigen Jahren einen strengen Sparplan, weshalb sich die Finanzielle Lage Ungarns langsam zu verbessern scheint. Die Einführung des Euros ist also nur noch eine Frage der Zeit.