Anlagemetalle Gold und Silber machen das Rennen

Gold und Silber sind in den letzten Monaten rasant im Wert gestiegen. Wer unterm Kopfkissen oder in einer Schublade noch ein paar alte Münzen oder vielleicht sogar Barren findet, kann inzwischen auf ein hübsches Sümmchen kommen. Oder das Edelmetall weiter halten. Und auf einen weiteren Anstieg der Kurse hoffen. Sind Silber und Gold die perfekten Anlagemetalle und quasi eine Lizenz zum Geld drucken?

Je nachdem, mit wem redet, wird man Empfehlungen in den Händen halten, die sich fundamental voneinander unterscheiden. Fakt ist, dass Edelmetalle dank des rasanten Preisanstiegs wieder in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Aber warum sollten gerade Gold und Silber, die bekanntlich selten sind, zur Wertanlage taugen? Schließlich reicht ein kurzer Blick zurück, um festzustellen, wie schnell es mit dem schönen Vermögenszuwachs vorbei sein kann. Wäre es also nicht wesentlich vorteilhafter, auf Industriemetalle als Anlagemetall zu setzen?

Kupfer, Zinn und Chrom

Gemeint sind damit insbesondere Metalle wie Kupfer, Zink, Chrom oder die Elemente der PGE (Platingruppenelemente: Ruthenium, Palladium, Osmium, Iridium). Warum aber gerade auf diese Vertreter als Anlagemetall setzen? Ganz einfach – sie sind wichtiger Bestandteil im Motor der Moderne. Bereits heute ist Palladium aus Katalysatoren nicht mehr wegzudenken. Und auch Chrom oder Niob werden in der Stahlherstellung gebraucht. Die Nachfrage scheint damit weniger vom Hype um die Edelmetalle als von verlässlichen Größen abzuhängen.

Wie man die Medaille am Ende auch dreht und wendet – sie hat immer zwei Seiten. Und dies gilt auch für die Industriemetalle. Die Suche nach dem richtigen Anlagemetall wird also nicht leichter. Vielleicht sollte man auch einfach den alten Anlegerweisheiten folgen – und sich auf mehrere Beine stellen. Die eine oder andere Anlagemünze aus Silber, Gold und Platin macht sich gut im Depot – neben Palladium und Kupfer oder Chrom. Anlagemetall hin oder her, was man auf keinen Fall versäumen darf, ist ein Blick auf die Kurse. Sonst läuft man auch bei den Anlagemetallen schnell der Entwicklung hinterher.