Das britische Pfund - Seine Geschichte und mehr

Das Pfund Sterling ist die älteste, noch in Gebrauch befindliche Währung der Welt, denn es gibt sie schon seit ca. 1200 Jahren. Als offizielle Währung dient es dem Vereinigten Königreich, der Isle of Man, den Kanalinseln, so wie als eigene Währung aber doch zum britischen Pfund gehörend, auch den britischen Überseegebieten Falklandinseln, Gibraltar, Ascension und Tristan da Cunha so wie St. Helena. Das Pfund Sterling gilt noch dazu als Währungsreserve, weshalb es in zahlreichen Ländern eingelagert wurde.

Die Geschichte der britischen Pfund Scheine und Pfund Münzen

Britische Pfund Münzen gehen im Grunde auf Heinrich II. (1133–1189) zurück, der eine Münzreform einführte, damit das Gewicht eines damaligen Short-Cross-Pennys von 1,3–1,45 g und dessen Feingehalt von 925/1000 auch dann Bestand hatte, wenn ein Herrscherwechsel anstand. Dieser Münztyp, der von 1180 bis 1247 geprägt wurde, zeigte auf der Vorderseite ein Brustbild des Herrschers und auf der Rückseite ein kurzes Zwillingsfadenkreuz. Von 1247 bis 1279 gab es dann den Long-Cross-Penny, der auf der Rückseite ein Langkreuz aufwies, das bis zum Münzrand reichte.

Woher genau die Bezeichnung „Pfund Sterling“ stammt, ist unklar. Es gibt mehrere Erklärungsansätze, die sich auf französische Dokumente aus dem 11. Jahrhundert beziehen. Allerdings hat das Wort „sterling“ seinen Ursprung im spät-altenglischen Wort „steorling“, was so viel bedeutet wie „Münze mit einem Stern“. Heute wird die Währung lediglich „Pfund“ oder „Britisches Pfund“ genannt, der Begriff „Sterling“ wird kaum noch in diesem Zusammenhang erwähnt.

Das eigentliche Pfund Sterling geht wohl auf Eduard I. (1239–1307) zurück, welches damals nach dem Tower-Gewicht bemessen wurde. Die Bemessung nach dem auch heute noch gültigen Troyes-Pfund führte dann Heinrich VIII. (1491–1547) ein.

Britische Pfund Scheine wurden zum ersten Mal im Jahr 1694 von der Bank of England ausgegeben, wobei diese Scheine noch handgeschrieben waren, weshalb es deshalb den Geldfälschern ein Leichtes war, sie nach zu machen. Aus diesem Grund wurden ab 1697 britische Pfund Scheine mit einem durchschimmernden Wasserzeichen hergestellt und in den Umlauf gebracht, die damals als schwer-fälschbar galten. Ein interessanter Fakt ist, dass bis in das Jahr 1928 alle Geldscheine nur auf einer Seite bedruckt wurden.

Allerdings hält sich ein Gerücht hartneckig, indem behauptet wird, dass in den Jahren 1790 bis 1796 eine große Menge Falschgeld nach Frankreich eingeschleust wurde, um damit die französische Revolution ins Wanken zu bringen.

Es kam auch während der Zeit des Nationalsozialismus zu einer umfangreichen Geldfälschung. Während des Zweiten Weltkrieges versuchen die Nationalsozialisten Millionen gefälschte Pfund nach Großbritannien bringen, um das Königreich in eine Inflation zu drängen. Beginnend im Jahr 1943 druckten die Deutschen ca. 9 Millionen Geldscheine, in einem Wert von insgesamt fast 134 Millionen Pfund.

Die heutige Bedeutung des britischen Pfund Sterling

Auch wenn das Vereinigte Königreich Mitglied der Europäischen Union ist, wurde im Vertrag von Maastricht eine Sonderregelung festgelegt (Opting-out-Klausel), die es Großbritannien erlaubt selbst zu entscheiden, wann sie der Währungsunion beitreten wollen. Dass dies jedoch jemals geschieht, ist fraglich, denn 71 % der Briten waren im Dezember 2008, laut einer Umfrage der BBC, gegen die Einführung des Euro in Großbritannien. Seit 2008 gibt es in Großbritannien neue Pfund Münzen, die Teile des königlichen Wappenschildes zeigen.

Britische Pfund Scheine gibt es derzeit im Wert von £5, £10, £20 und £50, britische Pfund Münzen im Wert von £1, £2 und 1 Penny, 2 Pence, 5 Pence, 10 Pence, 20 Pence, 50 Pence.