Die Finnische Mark im Wandel der Zeit

Bis zur Einführung des Euro, am 01. Januar 2002, existierte in Finnland die Finnische Mark, abgekürzt FIM. Man spricht auch von finnisch Markka oder auch Finnmark). Eingeführt wurde die Finnische Mark am 01. April 1860, als Ersatz für den bis dahin gültigen russischen Rubel, in Form von Viertel-Rubel-Scheinen. Diese Scheine waren durch den russisch-schwedischen Krieg 1809 auch in Finnland offizielles Zahlungsmittel, da das Land zu dieser Zeit dem russischen Zaren unterstand.

Bis 1864 war diese Form des Geldes als Papiergeld in Umlauf. 1864 wurden die ersten Münzen aus Silber geprägt. Eine Silbermark war eingeteilt in 100 Penniä, es handelt sich also um eine Dezimalwährung. Durch eine vom russischen Zaren 1878 genehmigte Währungsänderung, konnte das Land eine Goldwährung einführen.

Dies war notwendig geworden, da der Silberpreis im Gegensatz zum Goldpreis stark gesunken war. Bis 1886 waren die Viertel-Rubel-Scheinen, die nun Markka genannt wurden, als Papiergeld im Umlauf. Erst in diesem Jahr bekam die finnische Bank die Genehmigung, eigenes Papiergeld zu drucken. Bis zu diesem Zeitpunkt bewahrte die Finnische Landesbank den exakten Gegenwert des Geldes, das sich im Umlauf befand, in Gold auf.

In den Jahren 1723 bis 1992 befanden sich auch finnische Geldscheine im Umlauf. Die Geldscheine sind in der Stückelung 10, 20, 50, 100, 500 und 1000 finnische Mark erschienen und herausgegeben worden. Die Scheine zeigen auf der Bildseite überwiegen finnische Politiker, aber auch andere wichtige Persönlichkeiten, wie Künstler und Wissenschaftler. Auf den Scheinen sieht man auch immer wieder weiße Gänse abgebildet.

1917 fand eine Bürgerrevolution statt, in deren Folge Finnland seine Unabhängigkeit erklärte. Die russische Oktoberrevolution war der Anlass für diese Entwicklung. Die finnischen Nationalisten gingen als Sieger hervor. Am 06. Dezember erklärte Finnland seine Unabhängigkeit, was wieder eine Münzrevolution zur Folge hatte.

Zu dieser Zeit wurden Münzen aus Kupfer im Wert von 1, 5 und 10 Penniä und Silbermünzen im Wert von 25 und 50 Penniä in den Umlauf gebracht. Der Penniä wird auch finnischer Pfennig oder Penni genannt. 100 Pinniä bilden eine finnische Mark. Das Währungssystem ist also ein Dezimalsystem.

Zwischen 1926 und 1931 wurden Goldmünzen im Wert von 100 und 200 Markka ausgegeben. Da sich dieser Versuch der Stabilisierung als haltlos erwies, wurden diese Goldmünzen wieder eingezogen.

Sonderprägung zur Olympiade 1951

Anlässlich der olympischen Spiele im Jahr 1951 in Helsinki, wurden erstmals Sondermünzen geprägt. Die 500-Markka-Münze war der Vorreiter zu zahlreichen Sammlermünzen, die später zu folgenden olympischen Spielen angeboten wurden.

Die weltwirtschaftliche Bedeutung der finnischen Währung

Bedingt durch die Anbindung an die Sowjetunion war das finnische Geld, bis nach dem zweiten Weltkrieg, von kaum einer Bedeutung für die Weltwirtschaft. Erst mit dem Beitritt zum internationalen Währungsfond 1948 konnte die finnische Bank an ein System fester Wechselkurse anschließen. Damit stabilisierte sich zwar die Währung, erlangte dennoch keine große weltwirtschaftliche Bedeutung.

Von der Markka zum Euro

1995 trat Finnland der EU und am 14. Oktober 1996 dem europäischen Wechselkurssystem bei. Bis Februar 2012 konnte man finnische Banknoten noch in Euro umtauschen. Anschließend wurden die Geldscheine wertlos.