Der französische Franc

Der französische Franc ist die ehemalige Währungseinheit in Frankreich. Da Frankreich zur Europäischen Union gehört, zahlt man heute dort mit dem Euro. Dennoch war der Französische Franc eine sehr interessante Währung. In Deutschland lautet der offizielle Name der Währung eigentlich „Franken“ aber dieser Name wird nicht benutzt, um eine Verwechslung mit dem Schweizer Franken ausschließen zu können. Die Untereinheit des Franc trägt den Namen Centime, wobei 100 Centimes einen Franc ergeben, es handelt sich bei der ehemaligen Französischen Währung also um eine Dezimalwährung.

Die Geschichte des Franc

Der Entstehungszeitpunkt des Französischen Franc lässt sich bis auf das Jahr 1360 zurückverfolgen, in welchem die ersten namensgebenden Goldmünzen ausgegeben wurden. Jedoch bezog sich die Münzvergabe lediglich auf den Einflussbereich des Königs Johann II und wurde als nationale Währung erst im Jahre 1785, in Nachfolge auf den Livre, in Frankreich eingeführt. Richtungsweisend für Europa war dabei die Implementierung als reine Dezimalwährung.

Anders als es in Deutschland der Fall war, wurde in Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg keine Währungsreform durchgeführt.

In Folge von Inflation und Geldmengenzuwachs wurde am 1.Januar 1960 der Nouveau Franc eingeführt (der „neue Franc“), welcher den Ausgangspunkt für die moderne Benennung bildet. Dabei wurde der neue Franc und der Ancien im Verhältnis 1:100 umgetauscht und ermöglichte somit auch den weiteren Gebrauch des altgedienten Zahlungsmittels als moderner Centime. Bis zu dem 17. Februar 2002 hatte auch der NF seine Position als gesetzliches Zahlungsmittel abzutreten und wurde daraufhin vom Euro abgelöst.

Die Französische Währung und ihre Gliederung

Der Französische Franc unterteilte sich in Scheine und Münzen verschiedener Ausprägungen. Das Spektrum des Münzgeldes umfasste 5, 10, 20 und 50 Centimes, sowie 1, 2, 5, 10 und 20 Franc. Hinsichtlich der optischen Ausgestaltung ist das 10 Franc-Stück gemeinhin als Vorbild für das 1€ Stück bekannt.

Die Geldscheine gliedern sich in 20, 50, 100, 200 und 500 Franc-Scheine auf. Das Design der französischen Geldscheine zeigt unterschiedliche Persönlichkeiten des Landes. Es handelt sich um Künstler, Wissenschaftler und Politiker, die durch ihre Errungenschaften positiv in die Geschichte des Landes eingegriffen haben. Dies Betont die Geschichte des Landes und bringt sie dem Betrachter der Geldnoten ein Stück näher. Vertretene Berühmtheiten sind dabei unter anderem Claude Debussy, Paul Cézanne und Gustave Eiffel.

Bedeutung der Währung

Durch die erstmalige europäische Umsetzung als Dezimalwährung, besaß die französische Währungsgeschichte einen erheblichen Einfluss auf die europäische Moderne und ist ein außerordentliches Kulturgut. Darüber hinaus entwickelte sich, durch die Kolonisation und Bewirtschaftung ferner Länder, auch außerhalb Europas der Franc zu einem Namen und Symbol als Währungsträger, welcher im weltweiten Geschäftsverkehr noch immer Bekanntheit genießt.