Goldfelder

GoldfelderDas Goldfeld Pestschanka auf der Halbinsel Tschukotka, bei Russland, ist gerade im Begriff die fünftgrößte Goldlagerstätte der Erde zu werden. Bei dieser Lagerstätte handelt es sich um ein Kupfer- und Goldfeld. Experten vermuten in diesem Goldfeld mehr als 16.000 Tonnen Gold und sogar über 27 Millionen Tonnen Kupfer. In diesem Goldfeld werden jährlich ca. 25 Tonnen Gold gewonnen. Der Hauptförderer dieses Goldfelds ist das Unternehmen Polus Soloto.

Eines der bekanntesten Goldfelder findet sich in Nevada, USA. Es handelt sich bei diesem Goldfeld um den Carlin-Typ. Diese Form des Goldfelds ist eine Lagerstätte in karbonatischen Gesteinen. Derartige Lagerstätten entstehen in einem Zeitintervall von 42 bis 30 Millionen Jahren. Dies ist eine relativ kurze Zeit für die Entstehung von Goldfeldern. Das Gold findet man bei diesem Typ in einer Tiefe von 2.000 m Tiefe.

Eine andere Form der Goldlagerstätte ist der sogenannte IOCG-Typ. IOCG bezieht sich auf „Iron-Oxide-Copper-Gold“ und bedeutet, dass das Gold in Vulkankomplexen zu finden ist. Die bekanntesten Goldfelder dieser Art findet man in Australien. Auch hier wird neben dem Gold auch das vorhandene Kupfer abgebaut.

In jüngeren Gebirgskomplexen finden sich die Goldlagerstätten des Typs Porphyrische Cu-Au. Hierbei handelt es sich um große Körper aus Erz. Diese Erzminerale finden sich überwiegend in Klüften und Netzwerken aus Gestein vor. Die größte Lagerstätte dieses Typs liegt in Chile und beinhaltet 10 Milliarden Tonnen Erz. Man findet in diesen Goldfeldern durchschnittlich 0,5-1% Kupfer und 0,1-1g Gold pro Tonne Gestein. Diese Mengen sind relativ gering, eine Förderung lohnt sich dennoch.

In beinahe allen Flüssen Europas findet man geringe Spuren von Gold. Dieses Gold ist eigentlich in Gesteinen gelagert gewesen, wo sie dann in kleinen Blättchen heraus gewaschen werden. Auf diese Weise gelangt das Gold ins Wasser, wo es heraus gefiltert werden kann. Im Hoch- und Oberrhein finden sich geringe Mengen Gold, sie lagern in den Geröllbänken und werden dort ausgewaschen. Eine wirtschaftliche Nutzung dieser Goldvorkommen lohnt sich zur Zeit noch nicht, der Ertrag ist bislang nicht ausreichend.