1000 Goldunzen aus Wrack geborgen

1000 Goldunzen aus Wrack geborgen

Mehr als 1000 Goldunzen konnten aus einem Schiffwrack vor der Küste South Carolinas geborgen werden.

Die Vereinigten Staaten gelten bekanntlich in vielerlei Hinsicht als Land der unbegrenzten Möglichkeiten. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass in den USA auch Firmen börsennotiert sind, welche sich auf die Bergung von Schiffswrack inklusive dazugehörigen Schätzen spezialisiert haben. Einen ganz großen Coup gelang nun der Odyssey Marine Exploration Inc., welche vor der Küsten South Carolinas mehr als 1000 Unzen Gold aus einem Schiffswrack in 1500 Meter Tiefe bergen konnten. Beim Wrack handelt es sich um die SS Central America, welche im Jahr 1857 sank und mehr als 400 Menschen in den Tod riss. Ursache für den Untergang des Schiffs war ein Wirbelsturm.

Firmenfilm Odyssey Marine Exploration Inc.

Dritter Bergungsversuch

Interessanterweise war dies nicht der erste Bergungsversuch bereits in den 1980er und 1990er Jahren konnten erhebliche Mengen Gold aus dem Wrack geborgen werden. Diese Expeditionen konnten aber aufgrund von Rechtsstreitigkeiten nicht beendet werden. Experten gehen auch weiterhin davon aus, dass noch mehr als 80 Mio. US-Dollar in Gold auf dem Meeresgrund rund um das Wrack zu finden sind. Das meiste Gold ist aber unter meterdicken Sandschichten verborgen und lässt sich aufgrund der Wracktiefe nur sehr schwerlich bergen. Die Odyssey Marine Exploration Inc. sind erheblich am Bergungserfolg des Schatzes beteiligt, wobei der Anteil prozentual gestaffelt ist. Zum einen werden die Kosten der Bergung gedeckelt und darüber hinaus wird das unternehmen mit 40 Prozent am Bergungsgewinn beteiligt.

Trotz Bergungserfolg seit Jahren defizitär

Trotz des Bergungserfolgs bei der SS Central America steht es um die Odyssey Marine Exploration Inc. mehr schlecht als recht. In den letzten Jahren waren die Jahresabschlüsse durchgängig negativ. Trotz Vermarktung über eine TV-Serie und einiger Erfolge. Dies liegt vor allem an dem Fakt, dass die Gesellschaft nur im Erfolgsfall bezahlt wird. Sollte eine Schatzsuche erfolglos verlaufen bleibt die Gesellschaft auf allen Kosten sitzen. Typisch für solche Krisenunternehmen setzt sich die Aktienmehrheit aus Hedgefonds zusammen, welcher in den meisten Fällen Kapital aus den Unternehmen ziehen, als neue Gelder zu investieren. Bemerkenswerterweise hat sich der Aktienkurs der Odyssey Marine Exploration Inc. seit Anfang des Jahres um 12 Prozent gesteigert.

Die TV-Doku der Gesellschaft läuft auf dem Discovery-Channel. Die Webseite der Gesellschaft findet sich hier: http://www.shipwreck.net/