4 und 8 Gulden (Florin) Goldmünze

4 und 8 Gulden (Florin) Goldmünze4 und 8 Gulden (Florin) Goldmünze

Nachprägungen: 1892

Originalprägungen: 1870, 1871, 1872, 1873, 1874, 1875, 1876, 1877, 1888, 1889, 1890, 1891 und 1892

Die Gulden Goldmünzen (auch als Florin bekannt) waren in ganz Europa verbreitet.

Bei der Gulden Goldmünze handelt es sich sowohl um eine historische Münze als auch um eine Währungseinheit von gleich mehreren Staaten. Als Abkürzung für Fiorino (lat. Florenus aureaus), franz. Florin und im Ungarischen Forint gilt regulär fl. oder f. Die Gulden Goldmünze stammt von der Florentiner Fiorino d’Oro ab. Diese Münze wurde im 13. bis zum 16. Jahrhundert auch als Goldmünze geprägt. In vielen anderen europäischen Ländern wurde sie auch als Goldmünze nachempfunden. Die Begriffe Gulden und Florin wurden später dann auch im 19. Jahrhundert in England für Silbermünzen übernommen.

Ab dem 16. Jahrhundert existierten Goldgulden in der Hauptsache als Äquivalent zum Silber in Form des Joachimsthaler Guldengroschen, aus dem späteren Taler. In ganz Europa wurden Guldengroschen und Guldiner in unterschiedlicher Schwere geprägt. Der Gulden war im deutschen Sprachraum bis zur Einführung de Goldmark im Jahre 1871 geläufig. Der Niederländische Gulden und der Ungarische Forint als auch der Polnische Gulden erfreuten sich großer Bedeutung. Der Polnisch Gulden besteht noch heute durch den Zloty fort. Durch den Handel geriet der Goldgulden in die deutschsprachigen Gebiete.

Der Gulden der Münze Österreich

Als Anlage eignet sich der Gulden vor allem in der Form als so genannte Handelsgoldmünze. Diese Goldmünzen sind gegen einen geringen Aufpreis recht weit verbreitet und lassen sich beispielsweise bei vielen Banken oder Münzhändlern käuflich erwerben. Neben einem möglichen Sammlerwert, verfügen die Münzen über den jeweils tagesaktuellen Goldpreis. Der Gulden, welcher von der Münze Österreich nachgeprägt wird, ist mit m Prägejahr 1891 versehen. In diesem Jahr wurde der Gulden das letzte Mal amtlich geprägt. Einziger Unterschied zur ursprünglichen Münze aus dem 19. Jahrhundert ist der veränderte Nennwert, welcher in Florin und in Franc dargestellt wird. Dargestellt sind auf der Vorderseite der Münze der Kaiser von Österreich Joseph der Zweite. Die Rückseite der Münze ist mit dem Staatswappen von Österreich und den beiden bereits erläuterten Nennwertangaben versehen. Der Münzrand der Goldmünzen ist glatt und mit einer Inschrift versehen. Die etwas rötliche Farbe der Gulden geht auf den Kupferanteil in der Münze zurück Interessant ist es einmal die Auflage des Guldens im Detail zu betrachten. So lagen die Auflagen in einigen Jahren bei mehreren hunderttausend Goldmünzen, in anderen Jahren hingegen wurden gerade einmal 500 Exemplare geprägt. Letztmalig wurde das 8 Gulden Stück (Feinheit: 900/1000 – Gewicht: 6.452 Gramm) im Jahr 1988 und das 4 Gulden Stück (Feinheit: 900/1000 – Gewicht: 3.226 Gramm) im Jahr 1999 geprägt. Für Sammler sind vor allem die Versionen der Münze interessant, welcher von der Münze Österreich in vielen verschiedenen speziellen Sammleretuis ausgeben wurden.

Inschriften:

  • Franciscvs Iosephvs I D G Imperator Et Rex
  • Imperivm Avstriacvm + Jahreszahl + Nennwert (4 Fl. od. 8 Fl.)

4 Florin = 10 Franken und 8 Florin = 20 Franken