Münzmetalle

Münzen sind heute an der Supermarktkasse oder Tankstellentheke genauso selbstverständlich wie das Bezahlen mit der EC-Karte. Dabei hat Münzgeld eine lange Geschichte. Und im Gegensatz zur Moderne waren Münzen früher zu einem nicht unerheblichen Prozentsatz aus Gold oder Silber. Was dient heute als Münzmaterial? Und welche Münzmetalle gehören inzwischen zu den absoluten Exoten? Zwei Fragen, die nicht nur Sammlern unter den Nägeln brennen.

Wer heute eine Euro-Münze in den Händen hält, blickt auf Kupfer, Nickel, Zink, Zinn und Eisen. Letzteres Münzmetall taucht in den 1- bis 5-Cent-Münzen auf. Kupfer, Zink und Nickel sind dagegen die Münzmetalle der 1- und 2-Euro-Münzen. Statt Gold oder Silber bezahlen wir heute mit unedlem Münzmaterial. Allerdings gibt es auch Ausnahmen – in Form der Gedenk- bzw. Sondermünzen. Letztere werden zum Teil aus den Münzmetallen Gold und Silber hergestellt.

Die Münzmetalle im Überblick

Gold ist mit Sicherheit das Münzmetall schlechthin. Bereits in der Antike galt es als Zahlungsmittel. Und in Form des Dukat oder anderer Münzen, wie des Gold-Reales in Spanien, behielt Gold als Münzmaterial seine herausragende Stellung bei. In den vergangenen Jahren hat das Edelmetall diesen Status eingebüßt, ist aber in Form von Anlage- und Sammelmünzen nach wie vor begehrt.

Silber gilt als der „kleine“ Bruder des Goldes. Allerdings war Silber lange eines der Münzmetalle, das die Welt dominierte. Insbesondere durch die Ausbeutung der Silbervorkommen in der Neuen Welt stieg die Zahl der Silbermünzen in Europa drastisch. Anders als das Münzmaterial Gold geht Silber Verbindungen ein und kann mit der Zeit schwarz anlaufen.

Kupfer ist neben Gold und Silber die Nummer 3 der Münzmetalle. Bereits in vorchristlicher Zeit wurde Kupfer als Münzmaterial genutzt. Allerdings hat es nie die hohe Wertschätzung der beiden Edelmetalle erfahren und galt bereits in der antiken Welt als unedles Metall. Heute ist Kupfer eines der wichtigsten Münzmetalle rund um den Globus.