Tempelschatz aus Trivandrum mittlerweile 22 Milliarden Wert?

Tempelschatz aus TrivandrumZum 1. Artikel über den Schatz

In der vergangenen Woche sorgte die Entdeckung des Tempelschatzes im indischen Thiruvananthapuram bereits für helle Aufregung. In dem Heiligtum Sri Padmanabhaswamy fanden Beamte in Kammern Unglaubliches – hunderte Kilogramm Goldmünzen, Smaragde, Rubine und andere Gegenstände aus Gold. Taxiert wurde der Wert des Schatzes mit ca. 7,7 Milliarden Euro. Jetzt sprechen einige Zeitungen sogar von noch mehr Gold und Silber.

Schatz wächst und wächst

Der Schatz im indischen Thiruvananthapuram scheint alles, was man bisher gefunden hat, in den Schatten stellen zu wollen. Am Freitag hatte man die ersten Kammern des Tempels geöffnet und dabei die Kostbarkeiten – zur Überraschung aller Beteiligten – gefunden. Wie aus mehreren Medienberichten hervorgeht, sollen Anfang dieser Woche weitere Kammern geöffnet worden sein. Deren Inhalt hat den Gesamtwert des Schatzes noch weiter steigen lassen. In einem Artikel der „Welt“ wird von bis 22 Milliarden US-Dollar gesprochen. „BBC News“ taxiert den Tempelschatz auf bis zu 20,3 Milliarden US-Dollar.

Quelle für diese Aussage ist der Richter im Ruhestand C. S. Rajan, der auch in der „Times of India“ zitiert wird. Bisher handelt es sich bei den Angaben zum Wert des Tempelschatzes um rein spekulative Angaben, die bisher noch nicht wissenschaftlich geprüft sind. Da unter den Wertgegenständen aber auch viele Münzen aus der napoleonischen Zeit und Phase der Ostindischen Kompanie sein sollen, dürfte der ideelle Wert den Realwert sicher um einiges übersteigen.

Wem gehört der Tempelschatz?

Egal, wieviel der Schatz am Ende wert sein wird, es ist fast sicher, dass um dessen Besitz ein Streit entbrennt. Denn erst kürzlich mussten die ehemaligen Besitzer, die Nachfahren der Maharajahs von Travancore, den Tempel in staatliche Obhut geben. Einige Stimmen in Indien wollen den Tempelschaft deren Nachfahren zusprechen. Ob sich der Bundesstaat Kerala damit ohne Weiteres einverstanden erklärt, ist allerdings fraglich. Die Erwartungshaltung an die Öffnung der letzten Kammer ist indes weiter gestiegen.