Witwatersrand Goldvorkommen

In der südafrikanischen Provinz Gauteng liegt der Höhenzug Witwatersrand. Der Bergzug ist mehr als 200 km lang und gehört zur kontinentalen Wasserscheide vom Indischen Ozean und dem Atlantik.

Seit dem Jahr 1886 stieg die Besiedlung am Witwatersrand immer weiter stark an, der Grund dafür war der Gold-Bergbau. Denn hier liegt die größte bekannte Gold-Seife. Dabei handelt es sich um eine Goldanreicherung in der Erde. Neben dem Goldvorkommen findet man hier auch sehr große Mengen an Uran. Seit der Erstbesiedelung wurden mehr als 47.000 Tonnen Gold hier gefördert. In den Jahren 1952 – 1987 wurden insgesamt 125.600 Tonnen Uran gefördert (U3O8).

Die großen Goldvorkommen der Erde sind in unterschiedliche Typen eingeteilt. Der Witwatersrand ist Teil des Typs der pyritischen Gold-Uran-Paläoseifen und ist wesentlich älter als 2,35 Mrd. Jahre. Das Becken ist größer als 52.000 km² und hat eine ovale Form. Die Grundfläche beträgt 250 km x 350 km. Innerhalb dieses Gebiets wird in sechs Goldfeldern Gold abgebaut. Diese Goldfelder liegen überwiegend an der Nordwestflanke des Beckens. Die Goldfelder heißen: West Rand Goldfield, East Rand Goldfield, Evander Goldfield, Orange Free State Goldfield , Klerksdorp Goldfield und Carletonville Goldfield. Die unterschiedlichen Goldfelder sind sogenannte Schuttfächer, die sich bildeten, weil dort ein Fluss in das Witwatersrand-Becken mündete.

Im Wittwatersrand findet man mehr als 50 unterschiedliche Schwerminerale. Eines der häufigsten identifizierte ist Pyrit. Mehr als 90% der dort gefundenen Schwerminerale ist Pyrit. Vergleicht man die Witwatersrand Gold-Uran-Seifenlagerstätte mit anderen, deutlich jüngeren Lagerstätten, fällt etwas besonders auf: In keiner anderen Seifenlagerstätte findet sich so ein hoher Pyrit-Anteil und es fehlen alle Schwarzsandminerale. Dies ist deshalb sehr ungewöhnlich, da sich diese Schwarzsandminerale sonst in allen Seifenlagerstätte finden.