GOLD IN KRISENZEITEN

In Zeiten einer Inflation oder einer Krise ist Gold für viele Anleger noch immer die erste Prioritätl. Es gibt viele Langzeitvergleiche, die belegen, dass Gold trotz aller Krisen, die es im Laufe der Jahrhunderte durchlebt hat, seine Kaufkraft beibehält. Laut Altem Testament konnte man beispielsweise im alten Babylon im Jahr 6 vor Christus mit einer Unze Gold 350 ganze Laibe Brot kaufen.

Dieses Tauschverhältnis ist heute im Großen und Ganzen dasselbe. Das extremste Beispiel des letzten Jahrhunderts ist jedoch die deutsche Hyperinflation aus dem Jahr 1923, als man mit 500 Gramm Gold einen ganzen Wohnblock kaufen konnte. Auch wenn das Schreckgespenst der Hyperinflation in Europa in absehbarer Zeit wohl nicht wieder auftauchen wird, verdeutlicht das Beispiel die Eignung des gelben Metalls als Wertaufbewahrungsmittel und seine Bedeutung als stabiler Eckpfeiler einer ausgewogenen Anlagestrategie.

Preis für Gold in Ankaufspreisen

GoldlegierungGewichtAnkaufspreis in Euro
999er Gold20 Gramm1.089,40 €
986er Gold20 Gramm1.071,80 €
916er Gold20 Gramm994,20 €
900er Gold20 Gramm964,40 €
750er Gold20 Gramm812,40 €
585er Gold20 Gramm633,80 €
375er Gold20 Gramm395,20 €
333er Gold20 Gramm358,80 €

Geschichte Betrachtung von Krisen und dem Goldpreis

Wenn man den Lauf der Geschichte betrachtet, hat Gold auch in Zeiten der höchsten Not und Krisen stets seine Kaufkraft behalten. Schon vor über 500 Jahren schrieb der Astronom, Arzt und auch Mathematiker Kopernikus in seinen Schriften über das Geld: "Obwohl es zahllose Krankheiten gibt, die für immer den Niedergang von Königreichen, Fürstentümern und Republiken verursachen, sind die folgenden Vier die schwerwiegendsten: politische Unruhen, eine hohe Sterblichkeitsrate, Unfruchtbarkeit des Bodens und die Entwertung des Münzgeldes.

Die ersten drei sind so offensichtlich, dass jeder den Schaden erkennt, den sie verursachen; aber der vierte, der mit dem Geld zu tun hat, wird nur von wenigen sehr aufmerksamen Menschen bemerkt, da er nicht auf einmal und mit einem Schlag wirkt, sondern allmählich und auf versteckte, heimtückische Weise die Regierungen stürzt." Der Lauf der Geschichte hat gezeigt, dass sich Gold vor allem in wirtschaftlich schwachen Zeiten als hervorragendes, grundsolides Wertaufbewahrungsmittel bewährt hat .

Gold bleibt eben Gold, in guten wie in schlechten Zeiten

Sie fragen sich, wann ist also der richtige Zeitpunkt für den Goldkauf? Experten empfehlen, durch wiederholte Käufe kleiner Mengen an Gold über einen längeren Zeitraum hinweg entsprechende Reserven aufzubauen. So lassen sich Preisschwankungen am besten ausgleichen.

Eine Faustregel besagt, dass Gold in etwa fünf bis zehn Prozent des Gesamtvermögens darstellt, um andere Investitionen abzusichern. Dabei sollte die Goldanlage sich aus Goldmünzen und Goldbarren gleichermaßen zusammsetzen. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass sowohl bei größeren Goldmünzen als auch Goldbarren der Prei für das Edelmetall pro Gramm niedriger ist. Durch einen guten Mix haben Anleger mehr Flexibilität. Gold kann innerhalb der Europäischen Union sowie in den meisten anderen Ländern der Welt steuerfrei gekauft werden, während andere Edelmetalle wie Silber, Platin oder Palladium der Mehrwertsteuer unterliegen. Der Besitz von Gold hingegen ist Eigentum in seiner reinsten Form. Im Gegensatz zu festverzinslichen Anleihen gibt es keine Ansprüche gegenüber Dritten.

Gold stellt kein unternehmerisches Risiko dar und kann niemals wertlos werden. Dies ist auch die ökonomische Erklärung dafür, dass für Gold keine Steuern gezahlt werden müssen. Gerade diese Tatsache ist das Qualitätsmerkmal von Gold. Beim Erwerb von Gold sollte immer auf die Echtheit des Edelmetalls geachtet werden und daher von seriösen Anbietern gekauft werden. Gold ist also eine seriöse, langfristige Anlageform, die sich nicht nur für Zeiten von Inflationen und Bankenkrisen eignet. Die historische Bedeutung von Gold und sein begrenztes Angebot machen den Kauf von Gold zu einer beliebten Absicherungsstrategie bei steigender Inflation, insbesondere wenn die Zinsen den Kaufkraftverlust einer Währung nicht ausgleichen. 

Grundregel der Geldanlage

Natürlich sollte stets die Grundregel der Geldanlage - nicht alles auf eine Karte zu setzen - beachtet werden. Im Rahmen eines ausgewogenen Portfolios kann Gold jedoch als hervorragende Absicherung mit interessanten Streuungseffekten dienen. In der Geschichte der Menschheit gab es nur sehr wenige Anlagen, die ihren Wert über Jahrtausende hinweg erhalten haben. Der völlige Verzicht auf Gold als Anlageform kommt einer Ignoranz gegenüber der Geschichte gleich.