Was ist Weißgold?

Details zu den bekannten Weißgoldlegierungen!

Weißgold ist eine beliebte Alternative zu Gelbgold, Silber oder Platin. Manche Leute bevorzugen die silberne Farbe von Weißgold gegenüber der gelben Farbe von normalem Gold. Auch schätzen viele, dass Weißgold im Vergleich zu Silber viel härter ist und weniger schnell anläuft.

Andere wiederum möchten die höheren Kosten für Platin gegenüber Weißgold nicht investieren. Seine weiße Farbe verdankt Weißgold einer Legierung aus Gold und unterschiedlichen Weißmetallen. Durch die Beimischung der verschiedenen Weißmetalle erhält Weißgold nicht nur seine weiße Farbe sondern auch seine Stabilität. In der Regel werden Nickel, Palladium, Platin und Mangan in bestimmten Anteilen mit dem Feingold vermischt.

In manchen Fällen kommen auch Kupfer, Zink oder Silber zum Einsatz. Da Kupfer und Silber leicht oxidieren, werden die anderen Metalle bevorzugt zur Herstellung von Weißgold eingesetzt. Die Reinheit von Weißgold wird ebenso wie bei Gelb- und Roségold mit der Karatzahl angegeben.

Aktueller Preis für Weißgold in Euro je Gramm

Weißgold-LegierungPreis
585 Weißgold28,47 €
750 Weißgold36,49 €
900 Weißgold43,27 €

Die Farbe von Weißgold

Die optischen Eigenschaften von Weißgold, einschließlich seiner Farbe, hängen hauptsächlich von seiner Zusammensetzung ab. Obwohl die meisten Leute denken, Weißgold sei ein glänzendes weißes Metall, stammt diese Farbe in Wirklichkeit von der Rhodium-Metallplattierung, die auf allen Weißgold-Schmuckstücken aufgebracht wird. Ohne die Rhodiumbeschichtung würde Weißgold grau, stumpfbraun oder sogar blassrosa sein. Eine weitere Beschichtung, die aufgebracht werden kann, ist eine Platinlegierung. Normalerweise wird Platin mit Iridium, Ruthenium oder Kobalt legiert, um seine Härte zu erhöhen. Platin ist von Natur aus weiß.

Es ist jedoch teurer als Gold, so dass es galvanisch auf einen Weißgoldring aufgebracht werden kann, um sein Aussehen zu verbessern, ohne den Preis dramatisch zu erhöhen. Weißgold, das einen hohen Nickelanteil enthält, kommt einer echten weißen Farbe am nächsten. Weißgold mit einem hohen Nickelanteil erfordert oft keine Rhodiumbeschichtung für die Farbe. Dennoch wird die Beschichtung häufig aufgebracht, um das Auftreten von Hautreaktionen zu verringern.

Weißgold, das einen hohen Palladiumanteil enthält, ist eine weitere Legierung, die ohne Rhodiumbeschichtung verwendet werden kann. Palladium-Weißgold weist einen schwachen Graustich auf.

Allergien gegen Weißgold

Weißgoldschmuck wird in der Regel aus einer Gold-Palladium-Silber-Legierung oder einer Gold-Nickel-Kupfer-Zink-Legierung hergestellt. Ein gewisser Prozentsatz von Personen erfährt jedoch eine Reaktion auf die nickelhaltige Legierung, meist in Form eines Hautausschlags. Daher meiden die meisten europäischen Schmuckhersteller und einige amerikanische Schmuckhersteller Nickel-Weißgold, da Legierungen ohne Nickel weniger allergen sind. Die Nickellegierung ist am häufigsten noch in älteren Weißgoldschmuckstücken vorzufinden.

Pflege und Instandhaltung der Beschichtung auf Weißgold Weißgold-Schmuckstücke, die eine Platin- oder Rhodiumbeschichtung haben, können normalerweise nicht in der Größe verändert werden, da dies die Beschichtung beschädigen würde. Sollte dennoch eine Veränderung an einem Weißgold-Schmuckstück vorgenommen werden, muss die Rhodiumbeschichtung erneuert werden. Die Rhodiumbeschichtung auf Schmuckstücken verkratzt und nutzt sich mit der Zeit ab. Ein Juwelier kann den Gegenstand neu beschichten, indem er alle Steine entfernt, das Metall poliert, es beschichtet und die Steine wieder in ihre Fassungen einsetzt. Eine Rhodiumbeschichtung muss normalerweise alle paar Jahre ersetzt werden, damit die strahlend weiße Farbe erhalten bleibt.

Warum wird Weißgold beschichtet?

In der industriellen Schmuckherstellung wird jegliches Weißgold mit einer Rhodiumbeschichtung versehen. Rhodium wird aus dem Grund verwendet, da dieses weiße Edelmetall aus der Platingruppe Platin sehr stark ähnlich ist. Außerdem geht Rhodium eine sehr gute Bindung mit der Goldlegierung ein und verfügt über einen sehr hohen Glanz. Weiterhin ist Rhodium besonders korrosions- und oxidationsbeständig und wird daher sehr gut von einer Vielzahl von Personen vertragen. Ohne eine Rhodiumbeschichtung wäre Weißgold stumpf und eher von gräulicher Farbe. Eine  Rhodiumbeschichtung sorgt auch noch für zusätzliche Harte und Haltbarkeit des Weißgold-Schmuckstücks sowie für ein einheitliches Erscheinungsbild. Ohne eine Rhodiumbeschichtung hat Weißgold eine leicht gelbe Farbe. Nur durch die Beschichtung erstrahlt ein Schmuckstück zum hellen Glanz.


Wie erfolgt die Beschichtung von Weißgold?

Vor einer Beschichtung wird der Schmuckgegenstand in einem Ultraschallbad von Schmutz und Fetten entfernt. Dann erfolgt der Galvanisierungsprozess, indem das Schmuckstück in ein chemisches Bad mit flüssigem Rhodium gegeben wird. Durch dieses Bad fließt Strom. Die Verweildauer in dieser galvanischen Lauge ist Abhängig von der Größe des Schmuckgegenstandes und kann bis zu einigen Minuten andauern. Nach diesem Prozess ist das Schmuckstück mit einer dünnen Rhodiumschicht versehen. Je nach Gebrauch und Abrieb ist die Haltbarkeit einer solchen Beschichtung unterschiedlich.