Interessante Fakten über Edelsteine

Einstieg in die Welt der Edelsteine

Edelsteine sind seltene Mineralien und wenige nichtkristalline Materialien organischen Ursprungs (z.B. Perlen, rote Korallen und Bernstein). Sie sind das Ergebnis der Kristallisation unter hohem Druck. Die lebhaften Farben und Eigenschaften von Edelsteinen verdanken sie Verunreinigungen während der Kristallisationsphase. Darüber hinaus werden diese Verunreinigungen zu Einschlüssen, was zu optischen Phänomenen im Edelstein führt.

Von den mehr als 2.000 identifizierten natürlichen Mineralien sind über 130 Arten zu Edelsteinen geschliffen worden. Edelsteine haben die Menschheit seit der Antike angezogen und werden seit langem für Schmuckstücke verwendet.

Geschichtliche Fakten zu Edelsteinen

Archäologische Beweise zeigen Edelsteine aus Schwemmmaterialien der Flussbette und den Bergbau im alten Ägypten. Die alten Griechen begannen zu entscheiden, welche Edelsteine kostbar oder nur halbedeutend sind. Dies setzte sich in anderen Kulturen fort. In der Neuzeit gelten Diamant, Rubin, Saphir, Smaragd, Opal und Perle als Edelsteine, alle anderen Edelsteine sind Halbedelsteine.

Die meisten Edelsteine sind hart. Weiche Mineralien werden wegen ihres Glanzes, der ihnen Wert verleiht, auch in Schmuckstücken verwendet. Seltenheit ist eine weitere Eigenschaft, die einem Edelstein Wert verleiht. Alle Edelsteine werden anhand von vier Grundparametern - den vier Cs von der Fachwelt
bewertet:

  • Farbe
  • Klarheit
  • Schliff
  • Karat

Es gibt jedoch kein allgemein akzeptiertes Klassifizierungssystem für Edelsteine. Diamanten werden nach einem vom „Gemmological Institute of America“ (GIA) in den frühen 1950er Jahren entwickelten System eingestuft. Historisch gesehen wurden alle Edelsteine mit dem bloßen Auge bewertet. Das GIA-System hat jedoch eine wichtige Neuerung hinzugefügt: die Einführung der 10-fachen Vergrößerung als Standard für die Einstufung der Klarheit. Andere Edelsteine werden nach wie vor mit dem bloßen Auge bewertet (unter der Zuhilfenahme einer 20/20-Sehschärfe).

Vielleicht haben Sie ja schon einmal von der Mohs-Skala gehört, die Edelstein- und Mineralienhärte auf einer Skala von 1 (am wenigsten hart - Talkum) bis 10 (am härtesten von allen - Diamant) einstuft. Nur wenige Menschen außerhalb der Edelsteinindustrie erkennen die wahren Hintergründe des Weges eines Edelsteins von der Mine bis zur Ladentheke eines Geschäfts. Unabhängig davon, ob der Edelstein den Verbrauchern an der Ladentheke eines traditionellen Juweliergeschäfts, auf einer Internet-Shopping-Website oder in einer Fernsehsendung angeboten wird, ist der Weg immer mit einem großen Aufwand verbunden. Tonnen von Erde und unzählige Arbeitsstunden sind nötig, um einen Edelstein von der Mine zum Markt zu bringen.

Symbolkraft von Edelsteinen

Im Laufe der Geschichte wurden viele Edelsteine sowohl mit symbolischer Bedeutung als auch mit materiellem Reichtum und Macht in Verbindung gebracht. Zusätzlich zu ihrer Verwendung als Schmuck wurden Edelsteine von vielen Zivilisationen als magisch und mit geheimnisvollen Kräften ausgestattet, angesehen. Vielen Edelsteinen wurden unterschiedliche und sich manchmal sogar überschneidende Eigenschaften nachgesagt: So sollte der Diamant zum Beispiel seinem Träger Stärke im Kampf verleihen und ihn vor Geistern und Magie schützen.

Jade war der königliche Edelstein in der frühen chinesischen Kultur. Jade gilt auch heute noch in China als Symbol für Mut, Weisheit, Gerechtigkeit, Wohltätigkeit und Bescheidenheit. Der Lapislazuli hingegen wurde von den Pharaonen im alten Ägypten hoch geschätzt und daher in vielen Schmuckgegenständen verarbeitet. Der Name "Diamant" stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet "echt", "unveränderlich", "unzerbrechlich", "ungezähmt", "unbesiegbar". Wenn sternförmige weiße Strahlen auf einem Edelstein zu sehen sind, handelt es sich um Sterneffekt oder Sterngruppe. Darüber hinaus ist der Sterneffekt häufig bei Granat und Smaragden zu beobachten. Edelsteine verändern ihre Farbe unter verschiedenen Licht- oder Strahlungseinflüssen. Einige Edelsteine können Fluoreszenz sein.

Edelsteine als Geburts- oder Monatssteine

Ein Geburtsstein ist ein Edelstein, der kulturell mit dem Monat der Geburt einer Person in Verbindung gebracht wird. Verschiedene Kulturen haben historisch viele verschiedene Geburtssteinsätze verwendet. Seit Jahrtausenden glauben Menschen an die Heilkraft von Edelsteinen. Die Heilkraft von Edelsteinen fand auch in der Bibel Erwähnung. So sollen die 12 Geburts- oder Monatssteine sinnbildlich für die 12 Stämme Israels gelten. Seit dem Jahr 1912 wurde von einem nationalen Juwelierverband in den Vereinigten Staaten von Amerika eine offizielle Liste für die 12 Geburts- oder Monatssteine herausgebracht und seit dem auch außerhalb der USA die am häufigsten angewendete Liste:

  • Januar: Granat - symbolisiert Aufrichtigkeit, Frieden symbolisiert und Reichtum
  • Februar: Amethyst – soll dem Träger Weisheit und Gelassenheit verleihen
  • März: Aquamarin – symbolisiert Geduld, Toleranz, Hoffnung und Sicherheit
  • April: Diamant - Symbol der ewigen Liebe und Kraft
  • Mai: Smaragd – symbolisiert Weisheit und Glück
  • Juni: Mondstein – Stärkung des inneren Gefühls, der Fruchtbarkeit und der Hoffnung
  • Juli: Rubin - symbolisiert Leidenschaft, Liebe, Mut und Erfolg
  • August: Peridot – Abwehr von Unglück und dem Träger Selbstvertrauen verleihen
  • September: Saphir – Symbol für Glück und Mut
  • Oktober: Opal – Symbol für Selbstwert und Lebenslust
  • November: Citrin- Symbol für Vitalität, Energie und Konzentration
  • Dezember: blauer Topas – Symbol für physische und mentale Stärke