Gold – wetten auf steigende Edelmetallkurse

Gold ist Trumpf! Zumindest erwecken die aktuellen Höchststände der Edelmetallkurse für Gold genau diesen Eindruck. Und angesichts der Entwicklung, die scheinbar nur einen Weg zu kennen scheint, kommen viele Anleger auf den Gedanken, mit etwas physischem Gold das eigene Depot zu unterfüttern – und setzen auf weiter steigende Edelmetallkurse.

Deutsche Bank, Sparkassen, Commerzbank – viel Geldinstitute bekommen den Run auf Gold zu spüren. Sind sie doch gerade für den Privatanleger eine wichtige Anlaufstelle, egal, ob es sich um Münzen und Barren oder Wertpapiere handelt.

Gold in Zeiten der Hausse

Ist Gold aber wirklich das gelobte Land für alle Anleger? Eine Frage, deren Antwort man eigentlich schuldig bleiben muss. Denn alles, was sich über die Börsen rund um den Globus handeln lässt, kann im Wert steigen oder fallen. Gold, Silber oder Platin machen in dieser Beziehung keine Ausnahme.

Schon der Blick zehn Jahre zurück lässt erahnen, dass Gold nicht immer so wertvoll war wie heute. Gegenüber den aktuellen Edelmetallkursen notierten die Metalle im Jahr 2000 deutlich tiefer. Und sind erst in den letzten Jahren massiv im Wert gestiegen. Wer also erst jetzt – in Zeiten der Hausse – auf steigende Edelmetallkurse setzt, hat schon viel an Potenzial verschenkt. Denn je höher der Kurs zum Kaufzeitpunkt, umso größer der Verlust bei einem Einbruch der Edelmetallkurse.

Edelmetalle – antizyklisch denken

Wann ist aber der beste Zeitpunkt, um auf Gold und Silber zu setzen? Wie bewerten andere Anleger die Edelmetallkurse? Deutsche Bank und andere institutionelle Anleger agieren vor allem unter dem Eindruck wichtiger Marktdaten. Und reagieren anders als viele private Anleger. Ein Beispiel wäre das Verhältnis zwischen Gold- und Silberpreis.

Ist es hoch, gilt Silber als unterbewertet und die Gold-Silber-Ratio als eine Kaufempfehlung. Wer als Anleger nicht nur dem Trend hinterherlaufen will, wird nicht daran vorbeikommen, sich intensiver mit dem Zusammenspiel der Edelmetallkurse und dem Markt zu beschäftigen.