China Goldland Nummer Eins

Wie in einigen Beiträgen vorher schon berichtet, hat sich der Bedarf nach Gold in den letzten Jahren vor allem im asiatischen Raum sehr stark entwickelt. Daher ist es nicht sonderlich verwunderlich, dass nun auch die offiziellen Zahlen bestätigen, dass China alleine im Jahr etwa 1400 Tonnen Gold zu Barren oder als Goldschmuck verarbeitet hat. Zum Vergleich liegt der Goldbedarf in Indien bei etwa 1000 Tonnen für das Jahr 2012 und nimmt damit zum ersten Mal seit Erhebung der Daten in den 1950er Jahren nicht mehr den ersten Platz ein.

Auch zukünftig wandert Gold nach Asien

Interessant hierbei ist auch der Fakt, dass beim chinesischen Goldbedarf wohl noch nicht alle Lieferketten mit eingerechnet werden konnten, sodass der tatsächliche Goldbedarf in China durchaus noch höher liegen kann. Gründe für den Wechsel an der Pole Position liegen vor allem an der restriktiven Politik der indischen Regierung, welche in den letzten Jahren den Import von Gold deutlich erschwert haben, um dadurch die eigene Wirtschaft zu stützen. Zum anderen wächst in China der Anteil der wohlhabenden Bevölkerung, welche ihr Geld lieber in Edelmetalle investieren als das Geld in staatliche kontrollierte Banken zu hinterlegen. Auch in den nächsten Jahren wird sich in den asiatischen Ländern die Lust nach Goldinvestment verstärken, sodass sich dies mittelfristig auch positiv auf die Goldpreisentwicklung ausschlagen wird.

Fünf nicht alltägliche Goldfakten

1) Nicht nur bei der Nachfrage nach Gold ist China Spitzenreiter. Auch im Bereich der Goldförderung steht China mittlerweile auf dem ersten Platz und hat damit Südafrika abgelöst.

2) Mehr als 100 Millionen Menschen sind weltweit direkt oder indirekt in das Business um das goldene Edelmetall involviert.

3) Mehr als die Hälfte der bisher geförderten Goldvorkommen wurden in Form von Schmuck verarbeitet.

4) Etwa 4/5 der weltweiten Goldreserven liegen bei den Zentralbanken.

5) Vom Volumen ergibt die gesamte geförderte Goldmenge bisher einen Würfel mit einer Kantenlänge von 20,50 m.