Machtkampf um Goldmine in Kirgisien

Zurzeit findet ein Machtkampf zwischen chinesischen und kanadischen Interessen um eine Goldmine in Kirgisien statt. Die Kumtor-Mine in der Nähe der chinesischen Grenze gelegen, weckt Begehrlichkeiten intentionaler Investoren aus China und Kanada. Die Mine gilt als einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des verarmten Landes Kirgisien. Die Mine wird seit mehreren Jahren von einem kanadischen Bergbaukonzern betrieben, welcher aber den Vertrag über die Nutzung nicht direkt mit dem Staat sondern mit dem Sohn des Staatschefs abgeschlossen hat. Als nicht sachkundiger Leser sollten Sie wissen, dass in Kirgisien Korruption und Vetternwirtschaft vorherrschen. In der Vergangenheit hatte die politische Opposition nur wenige Chancen, auf solche Missstände hinzuweisen. Der interessante Fakt hierbei ist, dass der damalige Staatschef bereits im Jahr 2010 gestürzt wurde und seit dem die Lage rund um die Minengenehmigung in Frage steht. Nun stellt sich die Frage, wie die Nutzung der Mine zukünftig geregelt wird. Entweder erhält die kanadische Firma weiterhin die Nutzungsrechte, das Unternehmen wird verstaatlicht oder ein chinesischer Investor kommt ins Spiel.

Lage der Kumtor-Mine

Die Mine liegt fast auf einer Höhe von 4000 Metern in unmittelbarer Nähe zur chinesischen Grenze. Der Abbau des Goldes erfolgt im Tagebau und wird von etwa 2500 Arbeitskräften durchgeführt. Es kommt schweres Gerät zum Einsatz um das noch im Berg vermutete Gold in einem Bereich von etwa 300 t in den nächsten Jahren und Jahrzehnten abzubauen. Bedingt durch den Abbau wird die Umwelt extrem geschädigt. Neben schweren Geräten wie Schaufelradbaggern werden auch großflächig Sprengungen vorgenommen. Gleichzeitig beklagen Naturschützer, dass ein riesiger See mit giftigem Schlamm und Wasser entstanden ist, welcher zukünftig für erhebliche negative Umwelteinflüsse sorgen könnte.

Durch Korruption wanden die Gewinne in private Taschen

Wie bereits geschrieben, ist in Kirgisien die Korruption sehr weit verbreitet, dass ein großer Teil der Gewinne aus der Mine in privaten Taschen rund um die Seilschaften des Expräsidenten Sohns verschwindet. Aufgrund des großen Einflusses dieser Personengruppe auf das öffentliche Leben in Kirgisien, ist es auch sehr schwierig etwas an der Gesamtsituation zu ändern, da auch die Interessensgruppen der Opposition unterschiedliche Ziele verfolgen.

Interessantes Video zur Kumtor-Mine