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Ultraschallreiniger, Ultraschall Reinigungsgeräte!

Um sehr fein strukturierte und komplexe Bauteile oder Schmuckstücke zu reinigen, nutzt man Ultraschallreiniger. Optiker, Uhrmacher und Goldschmiede nutzen Ultraschallreiniger für kleine Gegenstände, die Industrie bedient sich sehr großen Ultraschallreinigungsanlagen für die Reinigung von großen Maschinenteilen.

moderne Ultraschallreiniger

Alle Ultraschallreiniger arbeiten mithilfe von Kavitation. Hierbei sorgen Druckschwankungen dafür, dass sich Hohlräume in Flüssigkeiten bilden und auflösen. Zuvor wird die Flüssigkeit im Ultraschallreiniger noch entgast, damit sich in ihn ein Ultraschallfeld bilden kann. Dieses Ultraschallfeld erzeugt Über- und Unterdruckwellen. Treffen diese Unterdruckwellen auf das Objekt, dass gereinigt werden soll, entstehen kleine Hohlräume, die mit Dampf gefüllt sind. Die darauf folgende Hochdruckwelle lässt den statischen Druck in diesen Hohlräumen enorm ansteigen. Die Dampfblasen kondensieren schlagartig, und zwar mit Schallgeschwindigkeit. Der Druck kann auf bis zu 100.000 bar steigen und ist zyklisch. Die entstehenden und wieder verschwindenden Hohlräume reinigen die Oberfläche mechanisch und lösen jede Form von Schmutz ab, ohne das zu reinigende Objekt zu beschädigen. Daher ist der Ultraschallreiniger sehr beliebt bei allen feinmechanischen Arbeiten.

Das Ultraschallgerät besteht aus einer beheizbaren Wanne, die mit Flüssigkeit gefüllt wird. Ultraschallwandler oder Ultraschallschwinger werden mit einem Generator verbunden, der das Gerät mit Energie versorgt. Der Ultraschall wird direkt über die Wände in die Flüssigkeit geleitet. Es gibt noch andere Bauweisen, bei denen sogenannte Tauchschwinger eingesetzt werden. Diese werden in das Becken mit der Flüssigkeit gehängt und geben dort den Ultraschall ab.

Es ist sehr wichtig, dass die Schallschwinger so verteilt sind, dass ein gleichmäßig starkes und nicht statisches Schallfeld entstehen kann. Das Entgasen der genutzten Flüssigkeit ist notwendig, da aufsteigende Luftblasen die Leistung des Ultraschalls schlucken würden. Manche Ultraschallreiniger werden zusätzlich mit Laugen, Säuren oder Lösungsmitteln versetzt. Dies fördert den Reinigungseffekt enorm. Es ist jedoch wichtig, keine brennbaren Flüssigkeiten zu benutzen, da diese durch den Ultraschall auch erhitzt werden. Verwendet man das falsche Reinigungsmittel oder zu viel davon, kann es zu unerwünschten Ablagerungen kommen.

Die üblichen Ultraschall Reinigungsgeräte arbeiten mit Frequenzen von 20 kHz bis 2 Mhz. Frequenzen um 20kHz sorgen für große Bläschen mit kräftigen Druckstößen. Hohe Frequenzen um 35kHz reinigen schonend und intensiv mit kleineren Bläschen und schwächeren Druckstößen.

Welche Frequenz haben Ultraschallreiniger?

Die Stärke und Art der Reinigung hängt unter anderem von der verwendeten Ultraschallfrequenz ab.

Niedrigere Frequenzen erzeugen vergleichsweise größere und energiereichere Kavitationsblasen und eignen sich daher eher für robuste Oberflächen und stärkere Verschmutzungen. Höhere Frequenzen arbeiten mit kleineren Kavitationsblasen und ermöglichen eine feinere und schonendere Reinigung empfindlicher Strukturen.

Professionelle Geräte können je nach Einsatzgebiet unterschiedliche oder sogar mehrere Frequenzen verwenden. Für Schmuck und kleine Werkstücke sind beispielsweise Geräte mit Frequenzen um etwa 37 bis 40 kHz verbreitet.

Für den privaten Anwender ist die Frequenz allein jedoch nicht entscheidend. Wichtiger ist, dass das Gerät für die Reinigung von Schmuck vorgesehen ist und die Herstellerhinweise beachtet werden.

Welche Flüssigkeit kommt in einen Ultraschallreiniger?

Die Reinigungswirkung entsteht durch das Zusammenspiel von Ultraschall und Flüssigkeit. Je nach Gerät und Einsatzzweck können Wasser oder spezielle Reinigungskonzentrate verwendet werden.

Dabei gilt: Nicht jedes Reinigungsmittel eignet sich für jedes Schmuckstück.

Aggressive Chemikalien können Oberflächen, Beschichtungen oder Edelsteine angreifen. Ebenso sollten keine ungeeigneten oder leicht entzündlichen Flüssigkeiten in ein Gerät gegeben werden, das dafür nicht ausdrücklich vorgesehen ist.

Am sichersten ist es, die Empfehlungen des Geräteherstellers sowie die Pflegehinweise für das jeweilige Schmuckstück zu beachten.

Muss Goldschmuck vor dem Verkauf gereinigt werden?

Wenn Sie alten oder nicht mehr getragenen Goldschmuck verkaufen möchten, müssen Sie ihn normalerweise nicht aufwendig reinigen oder polieren.

Für die Wertermittlung sind insbesondere Gewicht und Goldlegierung von Bedeutung. Gebrauchsspuren und eine normale Verschmutzung machen aus einem hochwertigen Goldschmuckstück kein minderwertigeres Edelmetall.

Eine aufwendige Reinigung vor dem Verkauf ist deshalb meist nicht notwendig. Bei empfindlichem Schmuck kann eine unsachgemäße Reinigung sogar mehr schaden als nutzen.

Wenn Sie Goldschmuck verkaufen möchten, können Sie ihn daher auch in seinem aktuellen Zustand zur Bewertung einsenden. Entscheidend ist die professionelle Prüfung des enthaltenen Edelmetalls.

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