Hickhack um deutsche Goldvorräte

Wir haben an dieser Stelle bereits ausführlich über die Rückführung der Bundesbank Goldvorkommen aus dem Ausland berichtet. In diesem Artikel gehen wir noch einmal im Detail auf die Gründe für die Rückführung ein und wieso ein großer Teil der deutschen Goldreserven in den USA verbleiben. So handelt es sich bei der Rückführung um eine kostspielige Angelegenheit, vor allem wenn Gold über den Atlantik transportiert werden muss. Neben Versicherungen sind auch die Sicherheitskosten nicht außer Acht zu lassen. So beliefen sich die Kosten für den ersten Transport von 37 Tonnen Gold aus Frankreich und den USA auf die Summe von 600.000 Euro.

Weltweit zweitgrößter Goldschatz

Die deutsche Bundesbank verfügt mit knapp 3.400 Tonnen Gold über den zweitgrößten Goldschatz auf dem Globus. Ein großer Teil dieser Goldreserven lagert in den USA, sodass eine komplette Rückholung des Goldes mit enormen Kosten verbunden sein würde. Neben dem Lageraspekt spielen aber auch politische Gründe im Moment eine entscheidende Rolle, sodass über die Zurückholung des Goldes erneut diskutiert wird. So berichten Medien und den USA kritisch über die Aktion, wobei der Tenor der deutschsprachigen Medien dahingehend ist, dass zum einen in Frage gestellt wird, ob das Gold in den USA überhaupt vorhanden ist und zum anderen, ob es notwendig ist Gold im Ausland zu lagern. Die amerikanischen Medien hingegen sprechen von einem Vertrauensverlust, welcher von dieser Rückholung des Goldes ausgehen könnte.

Bundesbank zweifel nicht an der Sicherheit der Lagerung in den USA

Um einer möglichen negativen Meinung entgegenwirken zu können, hat nun die Bundesbank öffentlich erklärt, dass das in den USA gelagerte Gold der Bundesbank absolut sicher ist. So bestand von Seiten der Bundesbank niemals ein Zweifel in die Integrität der US-Notenbank. Auch konnte zu jeder Zeit die Goldbarren in den Lagerstätten der US-Notenbank besichtigt werden.