Schatzsucher in der Tiefsee

An dieser Stelle hatten wir ja bereits mehrfach über Schatzsucher berichtet, welche in der Tiefsee nach versunkenen Goldschätzen suchen. Doch in der Tiefsee lassen sich noch viel größere Mengen an natürlichen Rohstoffen wie Gold, Silber, Kupfer oder Zinn finden. So ist es seit Jahren bekannt, dass alleine auf dem Grund des Pazifiks mehrere hundert Millionen Tonnen darauf warten, abgebaut zu werden.

Wissenschaft contra Industrie

Doch genau an diesem Punkt streitet sich die Wissenschaft mit der Industrie. Zum einen sind die Möglichkeiten zur Zeit noch sehr begrenzt in Tiefen von mehreren Tausend Metern effektiv Rohstoffe abbauen zu können und zum anderen sind die durch den Abbau resultierenden Umweltbeeinflussungen nicht absehbar. Es ist nur eine Frage der Zeit bis Fördertechniken vorhanden sind, welche einen Abbau auch in großen Tiefen ermöglicht. Beschleunigt wird dieser Prozess durch die große Nachfrage nach Rohstoffen, welche zukünftig aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr aus den bestehenden Fördergebieten gedeckt werden können. Probleme bereitet es zur Zeit noch, kostengünstig die Rohstoffe wie Gold, Silber und Co. aus Manganknollen oder Kobaltkrusten herauszulösen. Auch die raue See stellt eine Herausforderung an die Fördertechnik dar.

Video: Rohstoffe am Meeresgrund

Zahlreiche Länder haben sich Schürfrechte im Pazifik gesichert

Am Beispiel von Deutschland wird deutlich, welch hohe Bedeutung die Ressourcen am Grund des Pazifik beigemessen werden. Schon vor mehr als 25 Jahren sicherte sich Deutschland ein Areal im Pazifik, welches die Größe des Bundeslandes Bayern aufweist. Erst Ende 2013 wurde ein weiteres Areal im Indischen Ozean erworben, um zukünftig Probebohrungen und Forschung betreiben zu können, mit dem Ziel in Zukunft auch Rohstoffe industriell abbauen zu können.

Mögliche Umweltschäden sind noch nicht absehbar

Die möglichen Einflüsse auf die Umwelt sind heute noch nicht absehbar. Doch gehen Forscher davon aus, dass wenn der Tiefseebergbau erst einmal eingeleitet wird, viele einzigartige Arten in der Tiefsee verschwinden könnten. Dies ist besonders dahingehend bedauerlich, dass die Tiefseeforschung noch in den Kinderschuhen steckt und zahlreiche Arten noch gar nicht entdeckt oder ausreichend erforscht werden können. Dies bedeutet für einen möglichen Tiefseeabbau, dass ein Spagat zwischen Förderung der Rohstoffe und Schutz der Untersee Flora und Fauna gefunden werden muss.